Strukturhilfe Georgien

Im Rahmen der Rückkehrhilfe gewährt das BFM nebst der Individualhilfe auch Strukturhilfe im Herkunftsland. In diesem Rahmen werden Projekte durchgeführt, welche das Ziel haben, die Lebensbedingungen der ansässigen Bevölkerung und dadurch auch der Rückkehrerinnen und Rückkehrer zu verbessern. Die Strukturhilfe als Teilmassnahme von Länderprogrammen kommt somit den entsprechenden Ländern, der einheimischen Bevölkerung und den Rückkehrenden gleichermassen zu Gute. Die Strukturhilfe wird vom Bundesamt für Migration (BFM) finanziert und durch die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und ihre Implementierungspartner umgesetzt.

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) setzte von 2007 bis 2009 ein Strukturhilfeprojekt im Bereich der Suchtarbeit um.

Ziel des Projekts:

Das Projekt zielte darauf ab, im Rahmen der “Anti Drug Strategy” des georgischen Minsteriums für Arbeit, Gesundheit und Soziale Fragen einen Beitrag zur Linderung des Drogenproblems in Georgien zu leisten. Die Sozialarbeit im Bereich der Rehabilitation von Ex-Drogensüchtigen und von Personen in einem Methadonprogramm sollte gefördert und neue Methoden im Bereich der Drogenarbeit zwischen politischen Entscheidungsträgern und medizinischen Fachpersonen aus Georgien und der Schweiz ausgetauscht werden.

Aktivitäten

  • Ausbildung von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, welche die ambulanten Beratungen durchführen durch Contact Netz Bern.
  • Aufbau zweier ambulanter Beratungszentren (Tbilisi und Batumi) in Zusammenarbeit mit der lokalen NRO Tanadgoma.
  • Soziale, ambulante Beratung für Personen, welche einen Drogenentzug gemacht haben oder Personen, die in einem Methadonprogramm sind. Die Wiedereingliederung ins Berufsleben wird durch verschiedene Massnahmen gefördert (Ausbildung, Weiterbildung, Vermittlung von Arbeitsplätzen, etc.).
  • Informationsveranstaltungen für die Bevölkerung zur Sensibilisierung betreffend Suchtmittelkonsum und medizinischer Probleme (HIV, Hepatitis C, etc.).
  • Austausch von fachlichem Know-How zwischen der Schweiz und Georgien mittels Konferenzen und Workshops (Medizinische Fachpersonen, Policy makers, etc.)

Weitere Informationen finden Sie auf der Website von  IOM Georgien.