Rückkehrhilfeprogramm Guinea

Das Bundesamt für Migration (BFM) setzte seit Juni 2005 gemeinsam mit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) ein auf Guinea zugeschnittenes Rückkehrhilfeprogramm um. Dieses Programm zielt darauf ab, die freiwillige Rückkehr und nachhaltige Reintegration von Personen aus dem Asylbereich in der Schweiz zu fördern und ihre Wiedereingliederung in Guinea zu unterstützen. Die Laufzeit des Programms endet am 31.12.2014.

Teilnahmebedingungen

Dieses Rückkehrhilfeprogramm richtet sich an alle guineischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die freiwillig in ihr Heimatland zurückkehren möchten und die ein Asylgesuch in der Schweiz gestellt haben (einschliesslich anerkannte Flüchtlinge) und bei denen keine Ausschlussgründe gemäss Artikel 64 der  Asylverordnung 2 über Finanzierungsfragen (AsylV 2) anfallen.

Leistungen

Das Programm bietet folgende Leistungen an:

  • Individuelle Rückkehrberatung in der Schweiz durch die kantonalen Rückkehrberatungsstellen und IOM RückkehrberaterInnen in der Empfangs- und Verfahrenszentren (EVZ). Das Gespräch ist vertraulich. Dank des RIF Programms  erhält die Person aktuelle und spezifische Informationen vor der Rückkehr nach Guinea.
  • Unterstützung bei der Reisepapierbeschaffung durch das BFM
  • Vorbereitung und Organisation der Heimreise durch IOM via SIM (swissREPAT-IOM Movements)
  • Für Rückkehrerinnen und Rückkehrer mit medizinischen Problemen kann IOM gegebenenfalls eine medizinische Begleitung organisieren
  • Medizinische Rückkehrhilfe (Bezahlung der Medikamente und Arztbesuche)
  • Transitbegleitung durch IOM
  • Empfang am Zielflughafen durch IOM Conakry
  • Organisation der Weiterreise vom Flughafen in den Heimatort durch IOM Conakry
  • Finanzielle Reintegrationsunterstützung wird vor Ort durch IOM Conakry ausbezahlt: Starthilfe (USD 1'000 pro Erwachsene, USD 500 pro minderjährige Person)
  • Beratung bei der Ausarbeitung von individuellen Projekten (Berufsprojekt und/oder Ausbildung) durch die kantonalen Rückkehrberatungsstellen, die IOM RückkehrberaterInnen (RKB) und IOM Conakry. Die Programmteilnehmenden können ihren Projektvorschlag entweder vor der Abreise bei den RKBs in der Schweiz oder innerhalb eines Zeitrahmens von drei Monaten nach der Heimreise bei IOM Conakry einreichen. Die kantonalen oder IOM MitarbeiterInnen leiten den Vorschlag an das BFM weiter
  • Finanzielle Unterstützung für die Umsetzung eines Berufsprojekts (maximal USD 4'000 für Personen aus dem Kanton, maximal USD 3‘000 für Personen aus einem EVZ). Um die nachhaltige Reintegration zu unterstützen, wird der Betrag in mehreren Teilzahlungen ausbezahlt
  • Betreuung und Unterstützung der individuellen Projekte durch IOM Conakry während der ersten 6 Monate 

Ablauf

Die Programmanmeldung erfolgt bei den Rückkehrberatungsstellen in demjenigen Kanton, in dem die Person ansässig ist bzw. bei der Rückkehrberaterin oder dem Rückkehrberater im EVZ, von dem die Person aktuell beherbergt wird. Die Rückkehrberatung ist kostenlos, unverbindlich und vertraulich. Die Rückkehrberaterinnen und Rückkehrberater unterstützen die potentiell interessierten Personen bei der Programmanmeldung sowie der Vorbereitung und Organisation der Heimreise.

Zusätzliche Informationen zum Rückkehrhilfeprogramm Guinea

Ansprechpartner für die Programmumsetzung bei IOM Bern ist Florian Brändli fbraendli(at)iom.int. Weitere Informationen zum Programm finden Sie auf der Webseite des SEM. Interessierte in den Kantonen wenden sich bitte direkt an die kantonalen Rückkehrberatungsstellen.  Interessierte in den EVZ wenden sich bitte an die IOM RKB im jeweiligen Zentrum.