Information (Return Information Fund - RIF)

Das RIF (Return Information Fund) Projekt, welches seit 2002 läuft, dient der Beschaffung von rückkehr- und reintegrationsrelevanten Informationen. Die IOM nutzt ihr Fachwissen im Bereich der Migration, sowie ihr weltweites Netz von Büros um zeitnah, zuverlässig, objektiv und umfassend Abklärungen spezieller Einzelfragen zu treffen. Anfragen beziehen sich insbesondere auf den sozioökonomischen und medizinischen Bereich und sollen die Wiedereingliederung von freiwilligen Rückkehrerinnen und Rückkehrer in ihrem Heimatland erleichtern.

Ablauf der Klärung von RIF-Anfragen

Der offizielle Ablauf zur Bearbeitung von RIF Anfragen verläuft wie folgt: Die Benützer des RIF wenden sich mit ihren Anfragen an IOM Bern; IOM Bern leitet die Anfrage weiter an das betreffende Büro der IOM vor Ort, welches wiederum nach abgeschlossenen Recherchen die Antworten und Informationen an IOM Bern weiterleitet. IOM Bern verifiziert die Vollständigkeit der erhaltenen Informationen und übermittelt diese schliesslich an die Antragstellenden der RIF-Anfrage. 

Kategorien

Informationsabklärungen im Rahmen von RIF decken in den meisten Fällen folgende Bereiche ab:

  • Medizinische Abklärungen
  • Arbeitsmarkt
  • Wohnsituation
  • Aus- und Weiterbildung
  • Sozialhilfe/ Rente
  • Weitere (Transport, NGO Kontakte, etc.)

Es können jedoch keine asyl- und sicherheitsrelevanten Fragen bearbeitet werden.  

Nutzerkreis

Der Nutzerkreis des RIF ist beschränkt auf:

Fact Sheets

Zusätzlich zur Abklärung der individuellen Rückkehr und Reintegration werden im Rahmen von RIF regelmässig Fact Sheets über Länder erstellt und aktualisiert, von denen Rückkehr- und Reintegrationshilfe häufig beansprucht werden und für die generell ein grosser Informationsbedarf besteht. Die Fact Sheets beinhalten allgemeine Informationen über diese Länder sowie rückkehr- und reintegrationsrelevante Angaben, die zum Beispiel Wohnsituation, Gesundheitssystem, Arbeitsmarkt, Transport, Telekommunikation und Erziehung betreffen.

Europäische Kooperation / IRRiCO

Im Zuge der Bemühungen, die internationale und europäische Kooperation zu intensivieren und im Bereich der Informationsbeschaffung Synergien zu schaffen, beteiligte sich IOM Bern 2008-2010 an dem von der Europäischen Union finanzierten IRRiCO Projekt (Information on Return and Reintegration in Countries of Origin).

Die Grundidee von IRRiCO bestand darin, den verschiedenen europäischen IOM Büros, die an dem Projekt beteiligt sind, eine Plattform zur Standardisierung und Kanalisierung rückkehr- und reintegrationsrelevanter Fragen in Bezug auf verschiedene Herkunftsländer von Migrantinnen und Migranten anzubieten. Ziel war es, Informationen über die Herkunftsländer zu sammeln, anhand derer den Rückkehrberater objektive und aktuelle Angaben über die Möglichkeiten der Reintegration und sozio-ökonomischen Bedingungen zur Verfügung stehen (inklusive  Wohn-, Reise-, Bildungsmöglichkeiten sowie medizinische und berufliche Fragen). Zudem wurden im Rahmen von IRRiCO „Country Fact Sheets“ für die beteiligten Herkunftsländer sowie Kontaktlisten der wichtigsten Institutionen in diesen Ländern erstellt (diese Dokumente finden Sie auf der IRRiCO Website).

Das Projekt IRRiCO II endete 2010.