FAKTENBLÄTTER UND RUNDE TISCHE ZUM THEMA MENSCHENHANDEL

In einem dreijährigen Projekt (2009-2012) erarbeitet die IOM in Bern Faktenblättern zu Menschenhandel in ausgewählten, für die Schweiz relevanten Ländern und organisiert auf deren Grundlage Runde Tische für Schweizer Akteure. Das Projekt wird massgeblich vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) finanziell unterstützt.

Die Zusammenarbeit zwischen Herkunfts-, Transit- und Zielländern ist von wesentlicher Bedeutung für die Bekämpfung von Menschenhandel. Das gegenseitige Verständnis für die Situation in den verschiedenen Ländern ist zentral für beide Seiten. Aus Schweizer Perspektive ist es wichtig, die operationell zuständigen Akteure im Kampf gegen den Menschenhandel mit Hintergrundinformationen über die Herkunfts- und Transitländer zu unterstützen, um die Massnahmen und Strategien zur Bekämpfung von Menschenhandel effizienter umsetzen und gezielte Hilfe für die Opfer anbieten zu können.

Pro Projektjahr werden vier neue Faktenblätter erstellt und die bereits bestehenden aktualisiert. Die Faktenblätter beinhalten ein Lagebild zur Situation des Menschenhandels im jeweiligen Land, eine kurze Beschreibung der rechtlichen Grundlagen sowie der Akteure und deren Aktivitäten zur Bekämpfung des Menschenhandels.

Der Runde Tisch zum Thema Menschenhandel in der Schweiz und in Ungarn im Juni 2009 war der Auftakt zu einer Reihe weiterer Expertentreffen, welche in den nächsten drei Jahren je zweimal jährlich stattfinden werden. Eine Delegation aus Ungarn mit Vertretern aus Bundeskriminalpolizei, Staatsanwaltschaft und Polizei der Stadt Budapest, des Nationalen Koordinators gegen Menschenhandel und von Interpol diskutierten mit rund 30 geladenen Schweizer Experten über die Bekämpfung von Menschenhandel. Dabei wurde die Frage der Kooperation auf polizeilicher Ebene zwischen diesen beiden Ländern angegangen. Desweiteren wurden Runde Tische im März 2010 in Zusammenarbeit mit Rumänien (Bettelei von Kinder) und im Juni 2011 mit Nigeria organisiert


Runder Tisch zum Thema Menschenhandel in der Schweiz und in Ungarn, Juni 2009